Sagt die Oma zu Max: “Du darfst dir von mir zum Geburtstag ein schönes Buch wünschen.” Max strahlt übers ganze Gesicht. “Toll, dann wünsch ich mir dein Sparbuch.”

Hahaha, was für ein … Rohrkrepierer. Und damit ist weniger der Witz, sondern vielmehr das Sparbuch selbst gemeint. Ein Blick auf die aktuellen Zinssätze, Stand November 2019, reicht, um zu wissen warum: (Quelle: www.sparzinsen-vergleich.at)

• 0,010 % – BAWAG PSK

• 0,010 % – Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien AG

• 0,020 % – easybank AG

• 0,020 % – Steiermärkische Sparkasse

• 0,050 % – Volksbank Niederösterreich

• 0,125 % – KREMSER Bank und Sparkassen AG

Wow … und so ist jetzt, Ende 2019, die traditionell verlachte “Geld-unters-Kopfkissen-Methode” plötzlich wieder ‘ne attraktive Option! Und trotzdem liebt der Österreicher sein Sparbuch. Vier von fünf Landsleuten haben eins – und lassen sich demnach willfährig von Banken auf den Kopf kacken, anstatt selbigen sanft und geschmeidig aufs besagte Kissen (wahlweise mit oder ohne darunter gebunkertem Geld) zu legen.

Geht’s noch dreister? Klar, dreister geht immer. Siehe Deutschland. Wir zitieren die Wiener Zeitung vom September dieses Jahres:

“Die Münchener Sparkasse kündigt zum Jahresende 28.000 Prämiensparverträge und begründet dies mit den Kosten durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie Vorstandschef Ralf Fleischer der Süddeutschen Zeitung sagte, seien die Verträge zum größten Teil in den 1990er-Jahren geschlossen worden, die Renditen seien daher nicht mehr zeitgemäß. (…) Die größte bayerische Sparkasse behält sich außerdem vor, vom 1. Oktober an von Neukunden mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro auf Giro- oder Cash-Konten Strafzinsen zu verlangen. (…) Damit will die Sparkasse verhindern, dass ihre Einlagen zu stark wachsen.”

Trifft aber … man ist geneigt, NATÜRLICH zu sagen … nicht nur Kunden der Münchener Sparefrohs. Hier ein Originalschreiben der Würzburger Sparkasse. Inhalt: Kündigung des Prämiensparbuchs zum 20. Februar 2020. Was sonst …?

Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: “Mittlerweile haben Schätzungen zufolge mehr als 40 Sparkassen mehr als 100.000 solcher Sparverträge bereits gekündigt oder wollen das zumindest bald tun.” (Quelle: AssCompact – Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement)

Schließen wir mit den legendären Worten von Henry Ford:

“würden die menschen das geldsystem verstehen, hätten wir eine revolution noch vor morgen früh.”

Halt, was ist das verdammt nochmal für ein bescheuertes Ende? Guter Journalismus zeigt Alternativen auf! Und wo zum Teufel sind die?

Ruhig Blut, da sind sie schon:

Durchschmökern, sickern lassen, Schlüsse ziehen. Im Geiste von Andreas Hofer: “Mander – s’isch Zeit!”

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