lachs

So krank ist der „gesunde Fisch“ – Teil 1
LUST AUF LACHS?

von Herbert & Jeanette Nitsch

Der Mensch, die Krone der Schöpfung. So nennt er sich doch, oder? Wieso eigentlich?
Weil es scheint, als suche er unablässig nach immer neuen Wegen zum Versauen von Umwelt, Natur und Ozeanen, dabei willfährig in Kauf nehmend, auch die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Eine Art Kollateralschaden, einem Mix aus Profitgier und Dummheit geschuldet. Tja, und das setzt dem Ganzen am Ende des Tages nun wirklich die Krone auf … und von daher die Bezeichnung. Ein Beispiel? Die industrielle Lachszucht. Klingt auf den ersten Blick wenig spektakulär – und deswegen geht deren angerichteter Schaden im Regelfall auch meilenweit am Fokus der Öffentlichkeit vorbei.

Wie leider so vieles, das wichtiger wäre als Bundesliga, Trash-TV und SmartphoneWischerei …

Sonora Farm Lachs

Auftritt Alexandra Morton, Meeresforscherin und Direktorin der Pacific Coast Wild Salmon Society – und so exakt jener menschgewordene Leuchtturm, den es braucht, um Licht ins Dunkel des Lachs-Dramas zu bringen. Dennoch fällt selbst ihr das Leuchten oftmals schwer … so wie am 28. Mai dieses Jahres. An diesem „besonderen“ Tag ging Alexandra an Bord der RV Martin Sheen, eines Schiffs der Sea Shepherd Conservation Society Flotte unter dem Kommando von Kapitän Chris Holt. Der Ort: das kanadische Victoria in British Columbia. Die Mission: „Operation Virus Hunter“.

Mortons Aufgabe: Untersuchen der Auswirkungen von Viren und Krankheitserregern aus Lachsfarmen auf wilde Lachspopulationen und marinem Ökosystem. Ein Dorn im Auge gewisser „Elemente“. „Elemente“ mit Einfluss und Macht. Und so traten plötzlich die kanadischen Behörden auf den Plan, zogen alle Register. Sie verhinderten das Ablegen des Schiffes.

Mortons

Sie nahmen Kapitän Holt ins Kreuzverhör … ohne Angabe von Gründen. Und sie zeigten außergewöhnlich großes Interesse an der Rolle Alexandras an Bord. Warum ist sonnenklar: Bei besagten „Elementen“ handelt es sich um die Chefetage von 120 Lachsfarmen in British Columbia, vorwiegend in norwegischer Hand, die alles braucht, nur keine „Öko-Tussi“, die es sich zur Aufgabe machte, deren fiese Machenschaften ans Tageslicht zu befördern.
Beinahe verständlich. Deren Farmen sind randvoll mit kranken Fischen, die Erreger, Gifte und Parasiten abstoßen, die letztendlich wo landen? Jawohl, in unserem Essen!
Und deren Farmen vergewaltigen Territorien und Gewässer im Besitz der First Nations Völker Kanadas (also der indigenen Bevölkerung des zweitgrößten Landes der Welt),
was selbstverständlich gegen das Gesetz verstößt. Aber keinen juckt’s. Sind ja nur die „Eingeborenen“. Deren Rechte mit Füßen zu treten hat ja mittlerweile fast schon Tradition. So wird offenbar gedacht (und das nicht nur in Kanada). Tja, und wenn du so viel Dreck am Stecken hast bist du wohl bereit, alles in deiner Macht Stehende zu tun, um das Saubermann-Image nach außen aufrechtzuerhalten. Und hast du Geld, stehen dir die Behörden immer brav zur Seite. Sollte uns zu denken geben. Von wegen, wir leben in einem Rechtsstaat …

… TO BE CONTINUED …

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